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gesundheit-heute.de » Krankheiten | Therapie » HNO, Atemwege und Lunge » Erkrankungen von Nase und Nasennebenhöhlen: Ursachen, Symptome, Diagnose und Behandlung

Vasomotorischer Schnupfen



Häufigkeit

Vasomotorischer Schnupfen (vasomotorische Rhinitis, Rhinitis vasomotorica): Beschwerdebild ähnlich dem allergischen Schnupfen, jedoch ohne nachweisbare allergische Ursachen.

Leitbeschwerden

  • Wässriger Nasenschleim, behinderte Nasenatmung und Niesreiz
  • Vermindertes Geruchsempfinden.

Wann zum Arzt

In den nächsten Tagen, wenn die Beschwerden auf Dauer eine Belastung darstellen

Die Erkrankung

Bei einem vasomotorischen Schnupfen liegt vermutlich eine Regulationsstörung der Blutgefäße der Nasenschleimhaut vor. Die Gefäßspannung (Gefäßtonus) wird über das vegetative Nervensystem gesteuert. Von ihr hängt ab, wie weit oder wie eng die Gefäße gestellt sind und wie stark sie folglich mit Blut gefüllt sind. Ein Wechsel von warmen Räumen zu kalten Außentemperaturen, der Genuss von heißen Getränken oder Alkohol sowie Stress und andere seelische Belastungen können die Durchblutung der Nasenschleimhautgefäße steigern. Auch der Missbrauch von Nasentropfen und -sprays ist ein möglicher Auslöser. Durch die gesteigerte Durchblutung kommt es zu einem Anschwellen der Nasenschleimhaut mit wässrigem Schnupfen und behinderter Nasenatmung.

Das macht der Arzt

Den Anfang der Diagnose bildet ein ausführliches Gespräch, bei dem der Arzt hinterfragt, in welchen Situationen die Beschwerden auftreten. Zusätzlich betrachtet er die Nasenhöhle und stellt über eine Allergiediagnostik sicher, dass keine allergischen Ursachen vorliegen. Ist die Diagnose gesichert, verordnet der Arzt Tabletten mit einem H1-Antihistaminikum (z. B. Terfenadin in TeldaneT®) oder ein kortisonhaltiges Nasenspray (z. B. Nasonex®, Rhinisan® oder Beconase®). Sie wirken symptomatisch auch dann, wenn keine Allergie vorliegt. In ausgeprägten Fällen kann eine operative Verkleinerung der Nasenmuscheln (Conchotomie) mit einem Laser erforderlich werden.

Selbsthilfe und Komplementärmedizin

Wenn sich ein auslösender Reiz (z. B. Alkohol) feststellen lässt, vermeiden Sie diesen, wann immer das möglich ist. Zusätzlich können Sie das Gefäßsystem der Nasenschleimhaut durch Kneipp-Kuren „trainieren“. Durch mehrmals tägliches Hochschnupfen von eiskaltem Wasser verbessert sich die Fähigkeit der Blutgefäße, die Gefäßspannung zu regulieren. Außerdem sollten Sie verunreinigte Atemluft (z. B. Tabakrauch) meiden.

Als komplementärmedizinische Maßnahmen kommen die gleichen Verfahren in Betracht wie beim allergischen Schnupfen.


12.09.2008 | Von: gesundheit-heute.de; Prof. Dr. med. Gerhard Grevers


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